Leben

Der Verzicht

Heute ist Aschermittwoch – also der offizielle Start der Fastenzeit. Ich habe wirklich lange überlegt, auf was ich in diesem Jahr verzichten werde. Die vergangenen – gefühlt 20 Jahre – war es Kaffee. Denn seit ich Kaffee trinke, verzichte ich auch in der Fastenzeit auf das flüssige Gold. Je nach Laune und Motivation kamen dann noch Süßigkeiten und/oder Alkohol dazu. Im vergangenen Jahr war es dann neben Kaffee auch noch Zucker im Form der 40 Tage Zuckerfrei-Challenge.

Da ich in nicht all zu ferner Zukunft – hoffentlich – meine Masterprüfung habe, brauche ich Kaffee und Zucker (in Form von Süßigkeiten) als Lernunterstützung. Ich möchte nicht ständig darüber nachdenken, was ich jetzt darf und was nicht, auch wenn es nach einer gewissen Zeit sicher nicht mehr viel Überlegung bedarf und man alles irgendwie intus hat. Ich will einfach nicht darauf verzichten. Da ich weder rauche noch viel Alkohol trinke (ab einem gewissen Alter kann man halt nicht mehr so wie früher) und auch nur wenig Fleisch esse, würde ein Verzicht darauf auch kaum Sinn machen. Mir vorzunehmen mehr Sport zu machen, stellt kein Fastenvorhaben für mich dar. Das ist eher ein Neujahrsvorsatz, wovon ich prinzipiell auch nicht viel halte. (Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr).

Beim Fasten im nicht religiösem Sinn geht es für mich darum, auf etwas zu verzichten, dass normalerweise zum Alltag gehört. Es soll etwas sein, ohne das man weder sein möchte oder eben nur schwer sein kann. Das ist für mich eben im Normalfall der Kaffee und auch irgendwie Süßigkeiten. Meine zwei ganz schlimmen Zuckerlaster sind aktuell Mannerschnitten und Duplo (die Weihnachtsedition mit Spekulatius im Besonderen) und auf die verzichte ich ohnehin ein bis zweimal im Jahr, wenn ich meine Zuckerfrei-Challenge mache. Und Kaffee ist tabu, wenn ich ein bis zweimal im Jahr meine Leberreinigung mache. Also verzichte ich ohnehin mehrmals im Jahr auf Dinge, die ich eigentlich sehr gern mag. Außerdem gibt es Dinge und Umstände in meinem Leben, auf die ich mehr oder weniger verzichte, ohne es zu wollen. Sie sind mir einfach nicht gegönnt. Oder noch nicht gegönnt. Also lebe ich ohnehin im ständigen Verzicht auf etwas.

Nach reiflicher Überlegung habe ich beschlossen, die Kaffeebauern heuer während der Fastenzeit zu unterstützen und fleißig Kaffee zu trinken. Ohne Verzicht und Fasten, verbringe ich die Fastenzeit dennoch nicht:

Ich faste das Fasten

Manche nennen das philosophisch, andere komisch. Und manche finden es einfach lustig. Sobald ich meine Leberreinigung durchgestanden habe, trinke ich erst Mal einen Kaffee und denke drüber nach.

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Leben

Challenge oder nicht Challenge,…

…das ist hier die Frage!

Es ist lange her seit meinem letzten Eintrag. Was zum einen daran liegt, dass ich endlich meine Masterarbeit abgeschlossen habe. Ich hab also in den vergangenen Wochen genug geschrieben. Zum anderen hatte ich weder Lust noch Muse etwas zu schreiben. Ich hätte schlicht weg nicht gewusst, über was ich schreiben hätte können.

Aktuell beschäftige ich mich neben der Tatsache, dass ich langsam anfangen könnte, für meine Masterprüfung zu lernen, mit dem Thema „Challenge“. In den vergangenen 17 Jahren habe ich zur Fastenzeit ja auf Kaffee und Koffein in jeglicher Form verzichtet. Und im vergangenen Jahr habe ich zudem im Zeitraum der Fastenzeit auch noch die „40 Tage Zuckerfrei-Challenge“ gemacht. Doch ob ich diesmal auch nur eines der beiden durchziehe, ist mehr als fraglich. Während dem Lernen brauche ich jede menge Kaffee Zucker und danach so oder so Alkohol.

Außerdem ist mein seelischer Zustand aktuell wohl auch nicht auf Zucker- oder Kaffeeentzug eingestellt. Ich fühle mich kraftlos und irgendwie total neben der Spur. Abgesehen davon, dass ich die letzten drei Wochen ziemlich kränklich war (ich werde nämlich nicht krank, sondern schleppe Verkühlungen über mehrere Wochen so halb mit mir mit), habe ich weder Sport gemacht, noch all zu sehr soziale Kontakte gepflegt. Ich hatte schlichtweg keine Lust darauf. Ich hab zwar den ein oder anderen Abend mit Freunden verbracht und das war auch schön. Aber ganz ehrlich. Amazon Prime und meine Kuscheldecke sind mir grad irgendwie lieber. Sorry. Vielleicht wird das auch bald wieder besser, wenn sich die Sonne wieder öfter blicken lässt oder die Masterprüfung auch endlich geschafft ist. Aber dafür müsste ich ja mal lernen. Und dazu müsste ich mich erst einmal aufraffen. Ich denke, ihr erkennt da das kleine Problem darin.

Wie ich das jetzt löse? Das weiß ich ehrlich gesagt noch nicht so ganz. Für Tipps und Unterstützung bin ich dankbar. Ich mache jetzt mal was für meine Seele und kaufe mir Eis. Schließlich ist meine Verkühlung weg.

Leben

Scherbenhaufen

Es wäre ja zu schön, wenn einmal alles glatt laufen würde. Oder zumindest nicht so uneben wie sonst.

Jetzt habe ich meine Masterarbeit soweit fertig, dass ich die Korrekturen eines Freundes noch einbinden und selbst nochmal durchlesen muss. Dann sagt mir meine Betreuerin gestern, dass es eine Prüfungsarbeit ist und sie diese vorher nicht nochmal durchliest. „Ok. No Risk no fun. Wird schon werden“ denk ich mir. Manche BetreuerInnen machen das vorab nochmal, sie nicht. Ist zwar in Ordnung, ein wenig Bammel hab ich trotzdem.

Dann will ich heute morgen meine Masterarbeit überarbeiten und was ist? Mein Laptop zickt. Meine Maus funktioniert nur zeitverzögert bzw. nicht immer oder nur wie sie will. „Gut“ denke ich mir. „Dann arbeite ich halt im Büro.“ Ich mache mir Kaffee und Tee zum mitnehmen und suche mir noch Nervennahrung. Ich mache meinen Schrank auf, wo ich neben Süßigkeiten auch alkoholische Getränke aufbewahre. Zack! Knallt mir eine Flasche Prosecco vor die Füße. Alles nass, klebrig und voller Glassplitter. F#ck Ich bleibe aber ruhig und denke mir „Ich wollte eh mal wieder die Wohnung durchwischen.“ Aber der gute Bellini. Das macht mich echt traurig. Der hatte noch so einen schönen Abend vor sich. Mit mir. Ich meine einen Abend mit mir. Hallo! Der arme, was der verpasst. Aber gut zurück zu den Glassplittern. Die stecken jetzt nämlich auch in meiner Fitnessmatte, die vor dem Schrank lag. Aber auch da bleibe ich positiv. Denn zumindest hab ich jetzt wirklich einen Grund mir eine neue zu kaufen. Das wollte ich ohnehin. Alle Glassplitter hab ich auch noch nicht gefunden. Ich suche doch tatsächlich noch den Flaschenboden. Vielleicht taucht er ja mal auf. Spätestens wohl wenn ich aus meiner Wohnung ausziehe.

Jetzt jedenfalls sitze ich leicht nach Prosecco riechend mit Tee, Kaffee und Minimints im Büro und frage mich, was wohl als nächstes kommt.

Aber bekanntlich bringen Scherben ja Glück.

Gesundheit

Weihnachtskekse haben keine Kalorien

Und weil sie keine Kalorien haben, trage ich Weihnachtskekse auch nicht in meine Ernährungsapp ein. Schon gar nicht, wenn man am Tag nach den Weihnachtskeksen um 6:30 laufen geht. Ja richtig, ich war laufen. 🙂 Ok. Diese Woche noch nicht, aber mein Fitnessapp sagt, dass morgen laufen auf dem Plan steht.

Wer hätte gedacht, dass ich mal so sportlich sein werde? Also ganz ehrlich, vor einem Jahr hätte ich mir nie gedacht, dass ich meine Kalorien zähle, laufen gehe oder regelmäßig anderen Sport mache. Aber gehört jetzt alles irgendwie zu meinem Leben.

Nachdem ein paar Menschen in meinem Umfeld Bedenken geäußert haben, weil ich jetzt Kalorien zähle, möchte ich ein wenig über meine Erfahrungen berichten bzw. ein paar Befürchtungen zerstreuen.

1. Ich schwebe nicht in Gefahr, in naher Zukunft magersüchtig zu werden

Da müsste schon recht viel passieren. Schließlich ist schon noch ein wenig was an mir dran und außerdem esse ich viel zu gern. Klar kann man sehr schnell in eine Essstörung rutschen, wenn man etwas übertreibt. Aber Kalorien zählen bzw. darauf zu achten, was man isst und wie viel und welche Kalorien man zu sich nimmt, sollte im Normalfall eher dazu führen sich bewusst und gesund zu ernähren. Mir ist zB durch das tägliche eintragen bewusst geworden, dass ich viel zu wenig proteinhaltige Lebensmittel konsumiere. Ich arbeite daran, das zu ändern.

2. Ich hungere nicht

Die App macht mir nur tagtäglich bewusst, welches Lebensmittel wie viel Kalorien hat und hilft mir dabei, nicht über meine „erlaubten“ Kalorien zu kommen. Ich esse regelmäßig und genug und auch mal richtig ungesund und auch mal viele Süßigkeiten. Manchmal bin ich aber auch mal unter meinen erlaubten Kalorien, aber ich hungere definitiv nicht. Ich frühstücke jetzt sogar ab und an. Was ich eigentlich nicht mache.

3. Ich kasteie mich nicht

Prinzipiell ernähre ich mich jetzt ähnlich wie während der Phase 2 der 40 Tage Zuckerfrei-Challenge. Mit dem Unterschied, dass ich auch Alkohol und Süßigkeiten konsumiere. Bei manchen Nahrungsmitteln erschrecke ich schon, wenn ich sehe wie viele Kalorien sie haben. Wie etwa beim Schokomuffin zu meinem Geburtstag oder beim Hot Dog bei Ikea. Den Schokomuffin hab ich ja vor dem Essen eingetragen. Und ja – er hat mir wirklich nicht mehr so gut geschmeckt. Mittlerweile kann ich aber gut mit solchen Kalorienbomben umgehen und auch ohne ein schlechtes Gewissen zu haben genießen. Weil ich mich dann bewusst dafür entscheide und darauf achte, insgesamt – also über den Tag verteilt – nicht über meine „erlaubten“ Kalorien zu kommen. Bewusst für etwas entscheiden, im Sinne von sich folgendes zu fragen: „Esse ich das jetzt weil ich Hunger habe, weil mir langweilig ist, weil es weg muss oder weil ich grad Lust drauf hab?“ und zu schauen ob es vielleicht eine gesündere Alternative dazu gebe.

4. Ich muss nicht „verzichten“

Durch die App haben schon einige Schokoriegel überlebt. Weil ich sie schlussendlich nicht gegessen habe, sondern stattdessen auf etwas gesundes zurückgegriffen habe oder mir meine Kalorien für etwas anderes aufgespart habe. Der Schokoriegel wäre ja ohnehin nur meiner Langeweile oder meiner schlechten Laune zum Opfer gefallen. Ich verzichte also in gewisser Weise schon – aber eben auf diese Zwischensnacks die sowieso immer ungesund ausfallen. Ab und an gönn ich mir natürlich schon einen, aber deutlich seltener. Aber dieses „verzichten“ kenne ich schon durch die Zuckerfrei-Challenges. Ich habe gar nicht mehr so die Lust auf Süßigkeiten. Klar esse ich sie, klar mag ich sie. Aber ich habe einfach nicht mehr so ein Verlangen darauf. Nicht weil ich jetzt vielleicht weiß, wie viel Kalorien sie haben. Sie sind mir teilweise einfach zu süß oder zu viel. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben. Aber sagen wir mal so: Mit einem guten Käse, einem Stück Pizza oder einem Sack Mandarinen hab ich mehr Freude, als einer Tafel Schokolade.

5. Ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich mir etwas gönne

Sollte ich mir doch mal eine Kalorienbombe gönnen oder mehr Kalorien konsumieren (wie schon erwähnt, zählen Weihnachtskekse nicht) gehe ich noch eine Runde spazieren oder mache eine zusätzliche Sporteinheit, damit ich es mir quasi verdiene. Die App hilft mir persönlich, mich irgendwie besser im Griff zu haben oder spornt eben an, mehr Sport zu machen. Außerdem erinnert mich meine App auch Wasser zu trinken. Auf das vergesse ich schon gern mal. Ich komme normalerweise nicht mal auf einen halben Liter pro Tag, was – wie jedem klar sein sollte – viel zu wenig ist. Mit meiner App, die sich regelmäßig meldet, komme ich auf ca. zwei Liter.

Also keine Angst! Mir geht es gut. 🙂

Weihnachtskekse haben keine Kalorien

Gut, haben sie schon. Aber ehrlich? Das wär mir wirklich zu blöd das alles in meine App einzutragen. Deswegen mach ich das ganz einfach nicht.

Und da ich scheinbar einer der wenigen Menschen bin, die über die Weihnachtsfeiertage immer abnehmen, gönne ich mir jetzt noch ein paar Weihnachtskekse.

In diesem Sinne: Habt noch schöne Weihnachtsfeiertage und gönnt euch.

Gesundheit

Als ich anfing Kalorien zu zählen

Ich geb es zu… ich bin ein Werbeopfer. Wegen meiner Zuckerfrei-Challenge bin ich bei Instagram auf einige Profile gestoßen, die sich um Themen Gesundheit, gesunde Ernährung und Abnehmen drehen und denen ich heute noch folge. Ein paar der Personen hinter den Profilen beschäftigen sich – um ihre Abnahme zu unterstützen – mit dem Zählen von Kalorien. Für mich bis vor Kurzen etwa so wichtig wie Laufen gehen – gar nicht nämlich.

Aber dann kam mal wieder eine Werbung dazwischen, wo mir eine solche App vorgeschlagen wurde. Seither trage ich Tag für Tag ein, was ich esse und trinke und mein App sagt mir, wie viele Kalorien ich verbraucht bzw. noch übrig habe. Eine Kollegin meinte, dass sei total gefährlich. Denn vom Kalorien zählen sei es nicht mehr weit bis zur Magersucht. Ähm, ja sagen wir mal so: bis von meinem aktuellen Gewicht bis zur Magersucht, ist es aber schon noch ein Stück. Eine andere Kollegin ist heute noch beleidigt, weil ich ihr gesagt habe, wie viel Kalorien ein Kinder Schoko Bon hat.

Und es ist teilweise schon erschreckend, wie viel Kalorien sich hinter manchen Dingen verstecken. Der Schokomuffin den ich von einer Freundin zum Geburtstag bekommen habe, hat laut App z.B. über 600 Kalorien. So süß hat der, obwohl er zu 95% aus Zucker besteht, dann nicht mehr geschmeckt. Ich hab dann aber sowieso nur ca. 300 Kalorien gegessen, die restlichen Kalorien liegen in einer Dose in der Küche rum und warten darauf, verputzt zu werden.

Warum mache ich das überhaupt?

Damit ich nach der Zuckerfrei-Challenge ein wenig Übersicht über das habe, was ich so esse. Während der Challenge ist es nämlich leicht unter seinen „erlaubten“ Kalorien zu bleiben – vor allem in der ersten Phase. Und weil ich wie gesagt einfach ein Werbeopfer bin und mir Dinge gerne selber ansehe, um mir eine Meinung zu bilden. Abgesehen davon, dass man ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn man weiß wie viel Kalorien etwas hat und es trotzdem isst, erinnert mich mein App zumindest regelmäßig Wasser zu trinken. Das vergesse ich ja sehr gerne immer wieder mal. 

Schauen wir mal, wie konsequent ich dran bleib täglich einzutragen was ich konsumiere und wie wie viele Kalorien ich so zu mir nehme. Und wer weiß, vielleicht fange ich dann doch auch noch an zu laufen?!